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Was besagt DIN 66399?

Die neue DIN-Norm 66399 zur Aktenvernichtung und Datenträgervernichtung besteht aus 3 Teile: DIN 66399-1, DIN 66399-2, DIN 66399-3. Durch die neue DIN-Norm ist es möglich, die Schutzklasse und Sicherheitsstufe der Datenträgervernichtung selbst zu bestimmen und die dafür angemessene Verfahrenskette zu wählen.

 

Der erste Teil befasst sich mit den Grundlagen und Begriffen wie der Schutzklasse, Datenträgergruppierung und Sicherheitsstufe von Daten.

Klassifizierung der Daten in 3 verschiedene Schutzklassen:

  • Schutzklasse 1:

Normaler Schutzbedarf für interne Daten

  • Schutzklasse 2:

Hoher Schutzbedarf für vertrauliche Daten

  • Schutzklasse 3:

Sehr hoher Schutzbedarf für besonders vertrauliche und geheime Daten

 

Unterscheidung von Datenträgern in 6 Datenträgergruppen:

  • Informationen in Originalgröße wie z.B. Papier, Röntgenfilm

  • Optische Datenträger wie z.B DVD, Blu-ray

  • Magnetische Datenträger wie z.B. ID-Karten mit Magnetstreifen

  • Elektronische Datenträger wie z.B. USB-Sticks, Flash-Speicher

  • Informationen in verkleinerter Form wie z.B. Film, Folie, Negative

  • Festplatten mit magnetischem Datenträger

 

Unterteilung in 7 Sicherheitsstufen:

  • Sicherheitsstufe 1:

Allgemeines Schriftgut, das unlesbar oder entwertet werden soll

  • Sicherheitsstufe 2:

Interne Unterlagen, die unlesbar gemacht oder entwertet werden sollen

  • Sicherheitsstufe 3:

Sensible und vertrauliche Daten sowie personenbezogene Daten, die einem erhöhten Schutzbedarf unterliegen.

  • Sicherheitsstufe 4:

Besonders sensible und vertrauliche Daten sowie personenbezogenen Daten, die einem erhöhten Schutzbedarf unterliegen.

  • Sicherheitsstufe 5:

Geheim zu haltende Informationen mit existenzieller Wichtigkeit für eine Person, ein Unternehmen oder eine Einrichtung.

  • Sicherheitsstufe 6:

Geheim zu haltende Unterlagen, wenn außergewöhnliche Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten sind.

  • Sicherheitsstufe 7:

Strengst geheim zu haltende Daten, bei denen höchste Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten sind.

 

Der zweite Teil befasst sich mit den Anforderungen an Maschinen zur Vernichtung von Datenträgern d.h. das hier die zulässigen Partikelgrößen der entsprechenden Datenträger vorgeschrieben werden und diese in folgende Materialarten aufgeteilt werden:

 

  • P – Informationsdarstellung in Originalgröße (z.B. Papier, Druckformen)

  • F – Informationsdarstellung verkleinert (z.B. Microfiches, Folien)

  • O – Informationsdarstellung auf optischen Datenträgern (z.B. CDs/DVSs)

  • T – Informationsdarstellung auf magnetischen Datenträger (z.B. Disketten, ID-Karten)

  • H – Informationsdarstellung auf Festplatten mit magnetischem Datenträger

  • E – Informationsdarstellung auf elektronischen Datenträgern (z.B. USB-Stick, Chip-Karten)

Der dritte und letzte Teil umfasst die technischen und organisatorischen Anforderungen der Prozesse einer Datenträgervernichtung.

"Was besagt DIN 66399?" ist nicht Ihre einzige Frage? Informieren Sie sich zu weiteren Themen in unserem Entsorgungs-Lexikon!

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